Unsere Top 10 der entspannendsten Übernachtungsplätze mit Pferd (eine rein subjektive Liste)

veröffentlicht von Sarah am 23. Februar 2016

Header Übernachtungen

Die Übernachtungen sind mit das Wichtigste auf unseren Wanderungen und maßgeblich daran beteiligt, ob ich eine Tour im Nachhinein entspannend oder schrecklich fand.

Dabei sind wir Menschen keinesfalls sehr wählerisch, was unsere Unterkunft angeht. Also klar, gegen Luxus haben wir jetzt auch nichts einzuwenden, aber wenn mein Pony nicht friedlich und glücklich grast, kann ich auch nicht entspannt im Whirlpool liegen (oder auch nicht entspannt im Bett oder Schlafsack, genau genommen werde ich zum menschgewordenen Zombie, wenn ich auch nur das Gefühl habe, Egon ist unruhig).

Wir haben auf unseren Touren alleine im letzten Jahr allerlei verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten ausprobiert. Von ganz klassisch in der Wanderreitstation, über Zelten in der Wildnis oder der Nacht in einem Likörfass bis hin zum Luxus-Yachthafen.

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Zeit, einmal nicht nur die Wanderungen, sondern deren Nächte Revue passieren zu lassen und eine Top 10 zu wählen. Natürlich vollkommen subjektiv, abhängig von meiner Laune, Egons Verhalten und dem Wetter. Bist du bereit?


Platz 10: Hotel Landhaus Alte Schmiede in Lühnsdorf

Landhaus Alte Schmiede Lühnsdorf

In der Alten Schmiede konnten wir auf unserer Tour durch den Hohen Fläming übernachten. Das Personal war sogar so lieb, uns mit einem Pferdeanhänger aus Bad Belzig abzuholen, da die Tagesetappe sonst deutlich zu lang geworden wäre.

Egon durfte bei der Alten Schmiede neben dem Streichelzoo übernachten, auf einer extra großen Wiese. Ein bisschen aufgeregt war er dort allerdings, die Ziegen auf der Nachbarweide hat er wohl als Gesellschaft nicht ganz ernst genommen.

Unser Zimmer, das wir uns mit Sturmi geteilt haben, war ziemlich klein, dafür war das Essen im Restaurant wirklich sehr lecker.

Unser Tourenbericht: Hoher Fläming

Mehr Infos: Webseite des Landhauses


Platz 9: Restaurant und Lodge Fuchskaute 

Fuchskaute Westerwald

Dies war die letzte Übernachtung auf unserer 8-Tages-Tour durch das Lahntal und den Westerwald. Entgegen der vielen schlechten Bewertungen, die das Restaurant und die Zimmer im Internet haben, können wir nur Positives berichten.

Wir hatten ein sehr liebevoll eingerichtetes, großes Zimmer mit Blick auf Egon. Das Buffet-Abendessen im zugegeben riesigen Restaurant war sehr lecker.

Egon durfte vor dem Eingang zur Fuchskaute nächtigen, wo wir ihn eingezäunt haben. Zuerst war ich deswegen etwas nervös, kamen doch sehr viele Leute dort abends vorbei. Aber da wir ihn etwas hinter einem anderen Zaun versteckt haben und Egon ja bekanntlich Aufmerksamkeit liebt, war das überhaupt kein Problem. Trotzdem habe ich bei solchen Plätzen immer die völlig irrationale und unbegründete Angst, dass jemand nachts mein Pony klaut.

Unser Tourenbericht: Westerwald

Mehr Infos: Webseite des Restaurants


Platz 8: Yachthafen Priepert

Mit Pferd am Yachthafen Priepert

Mit einem Pferd auf einem Yachthafen übernachten? So richtig konnte ich mir das vorher auch nicht vorstellen, aber ja, das funktioniert!

Egon durfte auf einem kleinen Grasstück direkt neben dem Steg übernachten und wir zusammen mit Sturmi tatsächlich auf einer der Luxus-Yachten. Nicht schlecht, oder?

Nachdem wir im Hafenbecken schwimmen waren (brr… kalt) konnten wir gleichzeitig auf der Yacht warm duschen (mehr Badezimmer als zuhause!) und danach im Hafenrestaurant lecker essen.

Rundherum perfekt, aber ich war dann doch ziemlich nervös, wie ruhig Egon die Nacht über sein wird und hatte Angst, dass er die wohlhabenden Paare auf ihren Schiffen wach hält. Zum Glück unbegründet, der Kleine war die Nacht über ganz ruhig und genoss die viele Aufmerksamkeit. Schließlich musste jeder, der vom Schiff aus aufs Land wollte, an ihm vorbeilaufen.

Unser Tourenbericht: Mecklenburgische Kleinseenplatte

Mehr Infos: Webseite des Yachthafens


Platz 7: Biber Ferienhof – Schäferwagen

Biber Ferienhof Mecklenburgische Kleinseenplatte

Die Tagesetappe war länger als geplant und umso froher war ich, als wir endlich unser Ziel, den Biber Ferienhof, erreichten. Ein bisschen Sorgen hatte ich ja vorher: Ferienhof – das klingt nach hunderten von Kindern und viel Unruhe. War es dann aber gar nicht.

Wir durften in einem der Schäferwagen schlafen und Egon direkt daneben einzäunen. Ich fand die Atmosphäre und auch den Wagen furchtbar romantisch, aber etwas kalt war es nachts dann schon und der Weg zum Toilettenwagen recht weit. Dafür wurden wir mit einem tollen Sonnenuntergang und einem sehr leckeren Essen im Restaurant belohnt.

Unser Tourenbericht: Mecklenburgische Kleinseenplatte

Mehr Infos: Webseite des Ferienhofes


Platz 6: Kanu Hecht – Fass

Übernachten in einem Fass in der Mecklenburgischen Kleinseenplatte

Und noch eine Unterkunft auf unserer Mecklenburg-Tour. Einmal in einem umgebauten Likörfass schlafen – wenn das mal nicht abgefahren ist!

Egon durfte quasi in unserem Vorgarten grasen, während wir ein Fass für uns und den Hund hatten. Die Toilette und Dusche war gleich um die Ecke.

Urig, oder? Ok, absolut bequem war unsere Nacht nicht und wir mussten etwas stapeln, um alles an Gepäck und den Hund unterzukriegen, aber die Originalität, die liebenswerten Betreiber und die Aussicht auf den See machten das doch locker wett.

Lediglich das Abendessen-Angebot war für Vegetarier etwas schwierig, aber wir hatten das Glück in den Nachbarort zum Essen ausgeführt zu werden (und das war leeeecker!). Morgens gab es dann ein tolles Frühstück draußen mit Blick auf den See und den Sonnenaufgang.

Hätten wir mehr Zeit gehabt, hätten wir uns auch ein Kanu ausleihen können. Das nächste Mal!

Unser Tourenbericht: Mecklenburgische Kleinseenplatte

Mehr Infos: Webseite von Kanu Hecht


Platz 5: Reiterhof Stelzendorf

Reiterhof-Stelzendorf-Zimmer

Auch eine Unterkunft aus dem Jahr 2014 hat es in unsere Top 10 geschafft. Eine unserer ersten Mehrtagestouren mit Egon war die Wanderung um die Talsperre Zeulenroda. Übrigens immer noch eine meiner absoluten Lieblingswanderungen, vielleicht auch gerade weil es eine der ersten war und alles noch so furchtbar neu und aufregend.

Auf dem Reiterhof in Stelzendorf durfte Egon eine Gästebox beziehen, die bei unserer Ankunft schon komplett neu eingestreut und mit Heu ausgestattet war.

Wir hatten mit Sturmi ein großes Zimmer, lediglich das Bad war nicht direkt angrenzend, sondern über den Flur erreichbar.

Was mir aber noch immer in bester Erinnerung geblieben ist, ist das Frühstück. Boah, war das der Hammer! Alleine zum Frühstücken und wegen der netten Leute dort würde ich sofort wieder hinwollen.

Unser Tourenbericht: Talsperrenweg Zeulenroda

Unsere Bewertung der Unterkunft: Eine Nacht auf dem Reiterhof Stelzendorf

Mehr Infos: Webseite des Reiterhofes


Platz 4: Krafthof in Gladenbach

Krafthof Rachelshausen

Krafthof – genau das habe ich nach diesem Tag wandern auch gebraucht, nachdem meine Kräfte das eine oder andere Mal fast verschwunden waren.

Eine offizielle Übernachtungsmöglichkeit ist der Krafthof nicht, wir hatten das Glück über Kontakte und nette Unterstützung dort aufgenommen zu werden.

Und ach, war das herrlich! Egon durfte neben den Eseln und Pferden des Hofes auf einer Wiese übernachten und auch Sturmi hat sich mit den dort wohnenden Hunden gleich angefreundet.

Wir wurden super lieb aufgenommen und total genial bekocht und verwöhnt. Schlafen durften wir im Gästezimmer im Haus, gemeinsam mit Sturmi.

Unser Tourenbericht: Lahn-Dill-Bergland

Mehr Infos: Webseite des Krafthofes


Platz 3: Alter Gutshof Papstdorf

Alter Gutshof Papstdorf

Auf dem Alten Gutshof in Papstdorf war ich ausnahmsweise nicht mit Timo, sondern gemeinsam mit Marie und ihrer Shettystute Kessy.

Die zwei Ponys durften sich eine riesige Box mit großem Auslauf und leckeres, selbstgemachtes Heu teilen. Marie und ich hatten ein riesiges Gästezimmer mit zwei Betten und einem eigenen Bad. Super Aussicht von allen Fenstern inklusive.

Am schönsten aber war, wie absolut liebevoll wir von der Familie aufgenommen wurden. Wir wurden sofort mit Kuchen und Getränken begrüßt, durften abends mit ihnen gemeinsam grillen und den nächsten Morgen frühstücken. Es war einfach wunderschön und der einzige Grund, warum diese Unterkunft nicht auf Platz 2 ist, ist eigentlich nur, weil Timo nicht dabei war 😉

Unser Tourenbericht: Sächsische Schweiz Teil 3

Unsere Bewertung der Unterkunft: Alter Gutshof Papstdorf

Mehr Infos: Webseite des Alten Gutshofes Papstdorf


Platz 2: Landei Wiesenburg

Landei Wiesenburg Zimmer

Das Landei in Wiesenburg ist eine super schön renovierte Pension mit absolut gigantischen Zimmern und noch genialeren Badezimmern. Das unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhaus liegt mitten in dem kleinen Ort und nahe des Schlossparks.

Egon durfte im Garten der Pension übernachten, zusammen mit den Hühnern, die dem Haus den Namen geben. In den Garten haben nur Gäste und Betreiber der Pension Zugang und Egon hat sich sehr wohlgefühlt.

Zum Abendessen waren wir in einem nahegelegenen Restaurant und das Frühstück konnten wir mit Blick auf Egon in der Pensions-Küche genießen. Natürlich mit leckeren Frühstückseiern.

Ein komplett entspannter und auch sehr luxuriöser Aufenthalt!

Unser Tourenbericht: Unterwegs im Hohen Fläming

Mehr Infos: Webseite des Landeis


The Winner: Heu-Herberge Oberndorf

Übernachtung im Heu Oberndorf

Früher hätte ich nie, nie, nie gedacht, dass eine Heu-Herberge auf der Liste meiner schönsten Übernachtungen mal auf Platz 1 stehen würde. Ich hab doch sogar Heuschnupfen! 😀

Aber als ich Timo erzählt habe, dass ich diesen Beitrag schreiben möchte, hat er auch sofort gesagt: „Beim Heuhotel war’s am entspanntesten, oder?“

Die Heu-Herberge in Oberndorf ist aber auch komplett durchdacht und bietet so viel Luxus, wie eine Übernachtung im Heu eben bieten kann: Eine Toilette mit im Stall, sodass man nachts im Dunkeln nicht die Treppe hinunterlaufen und durch den Garten muss, Lichtschalter direkt am Heu-Bett, ein Bad mit Dusche zur alleinigen Benutzung, ein super uriger Frühstücksraum und den Garten, der mitsamt der Gartenliegen mit genutzt werden darf.

Auch Egon hat sich hier komplett wohlgefühlt und während wir gefrühstückt haben, sogar noch ein Weilchen im Liegen gedöst.

Das Betreiberehepaar war absolut herzlich und hat uns rundherum versorgt.

Besonders toll habe ich diese Unterkunft aber auch in Erinnerung, weil wir nach einer sehr anstrengenden Zeltnacht bei Sonnenaufgang losgelaufen sind und so schon um 15 Uhr an der Heu-Herberge waren und das erste Mal während der langen Wanderung wirklich mal entspannen konnten.

Ein unbeschreibliches Gefühl, frisch geduscht im Garten auf einer Gartenliege zu liegen, mit kühlen Getränken und einem guten Buch, während Hund und Pony gut gelaunt direkt neben einem untergebracht sind – mittendrin, aber doch mit Sichtschutz zur Straße.

Abends sind wir ein paar Meter weiter in eine Gaststätte gegangen, wo wir noch lange draußen saßen und uns das Bier und den Flammkuchen schmecken ließen. Die Nacht im Heu war dann absolut entspannt, ich habe selten so gut geschlafen und auch das Frühstück am nächsten Morgen war der Hit.

Und: Wer so grinst, kann nur den entspanntesten Übernachtungsplatz gefunden haben, oder?

Heuherberge Oberndorf

Unser Tourenbericht: Lahn und Westerwald

Mehr Infos: Webseite der Heu-Herberge und Bericht mit sehenswertem Video


Fazit zum entspanntesten Übernachtungsplatz

Wie ja schon am Anfang erwähnt, handelt es sich hier um eine komplett subjektive Bewertung der Unterkünfte. Hätte es geregnet, läge die Heuherberge vermutlich nicht auf Platz 1. Und wäre Egon bei anderen Übernachtungen nicht so (scheinbar „grundlos“) nervös gewesen, wären diese Orte vermutlich auf dieser Liste.

Aber Reisen hat eben viel mit Gefühl zu tun und ein Gefühl lässt sich nicht einfach so einstellen, nur weil vom Kopf her alles perfekt sein sollte.

Was auf jeden Fall auffällig ist:

Eine Unterkunft ist für mich erst so richtig entspannt, wenn keine fremden Personen an mein Pony kommen.

Das wird so richtig deutlich, wenn du dir die Plätze 5-1 anschaust. Denn da kamen außer mir und den Betreibern der Unterkunft überhaupt keine anderen Leute zu Egon. Und auch bei den Plätzen davor sind diese eigentlich kongruent mit der Anzahl der Leute, die dort ungefragt zum Pony konnten.

So richtig bewusst war mir das vorher ehrlich gesagt gar nicht. Eine Garantie ist es aber leider trotzdem nicht. Wir hatten Nächte, bei denen kaum jemand oder gar keiner zu Egon konnte und er war super unruhig, ist die ganze Nacht umhergelaufen und hat oft gewiehert. Das sind die schlimmsten Nächte für mich, egal, wie toll die Unterkunft sonst wäre.

Inzwischen habe ich aber ein ganz gutes Gespür dafür, was Egon mag (mittendrin, alles mitkriegen, Aufmerksamkeit, aber trotzdem geschützt und mit Rückzugsmöglichkeit) und berücksichtige das auf den Touren.

Ich bin gespannt, was für Übernachtungsplätze noch auf uns warten!