Wandern für Anfänger Teil 8: Der beste Survival-Tipp

veröffentlicht von Sarah am 25. November 2014

Survival Outdoor Tipp

Hier ist er schon – der (vorerst?) letzte Teil der Artikelserie „Wandern für Anfänger“.

Heute geht es ans Eingemachte. Wandern ist nämlich nicht einfach nur Spaß. Nee, Wandern ist total gefährlich. Zumindest bekomme ich oft den Anschein, wenn ich andere Leute von unserem Hobby erzähle 😉 Deswegen habe ich befreundete Blogger gefragt:

„Was ist dein bester Survival-Tipp?“

Hier liest du alle Kniffe und Überlebenstaktiken:

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SPOT-MESSENGER

Survival Tipp von Sven von AufundAb

Auf riskanteren Touren nehme ich den SPOT-Messenger mit. Ein kleines Gerät mit SOS-Button, das weltweit die Position bestimmt und im Notfall ein Rettungsteam benachrichtigt. Positiver Nebeneffekt: Die Daheimgebliebenen können die Route mitverfolgen.


TOPOGRAPHISCHE KARTE

Survival Tipp von Martin von Gehlebt

Wanderkarte lesenIch liebe Karten. Sie gefallen mir an Wänden, ich mag es mit dem Finger eine Wanderstrecke entlang zu fahren und sie sind Dauerbegleiter auf Wandertouren.

Wenn ich auf Tour bin, ist eine topographische (Wander-)Karte der bewanderten Region stets mit dabei. Nicht weil ich ein Wegweiser-Anarchist bin und keinen Funken Vertrauen in die WegverwalterInnen habe, sondern weil ich gerne mal den einen oder anderen Schritt abseits der markierten Wege setze. Dann ist eine passende Wanderkarte meine erste Orientierungsgrundlage.

Außerdem bin ich mit einer Karte bei der Wanderung flexibler, kann auf unvorhergesehene Ereignisse rasch reagieren und einen etwaigen „Notausgang“ finden.


WIE GEHT ES OHNE INTERNET?

Survival Tipp von Gert von Gipfelrast

Ganz einfach: so wie wir es vor 20 Jahren auch gemacht haben! Es geht auch ohne. Ich weiß, als Ü40 sagt sich das leicht. Aber ich gehe ja raus in die Natur, weil ich vom Alltag wegkommen möchte und dazu zählen eben nicht nur die Betonschluchten der Großstadt, sondern auch die Segnungen der modernen Kommunikation.


TIGER BALM

Survival Tipp von Jessie von Bunterwegs

Neben einem Taschenmesser und Training ist mein Survival Tipp auf jeden Fall Tiger Balm. Ein Allrounder. Egal ob es um Erkältung, Sonnenbrand, Mückenstiche oder Muskelverspannungen und -schmerzen geht!


MESSER

Survival Tipp von Felix von Nordtrekking

Auf der Wanderung auf jeden Fall immer ein Messer dabei haben!


BLITZALARM

Survival Tipp von Jens von Hiking Blog

Gerade bei Outdoor-Aktivitäten ist dann das Risiko groß, von einem Blitz verletzt oder sogar getötet zu werden. Und das nicht nur in den Bergen. Daher ist mein bester Survival Tipp die App BlitzAlarm für iOS und Android.

Die App warnt mit bis zu einer Stunde Vorwarnzeit per Push-Nachricht, falls ein Gewitter in Richtung meines Aufenthaltsort zieht oder es bereits gefährlich nahe ist. Dazu misst die Entwicklerfirma nowcast die tatsächlichen Blitze in Echtzeit mit eigenen Sensoren und berechnet mit einem Algorithmus die Zugrichtung eines Gewitters für eine Stunde im Voraus. So kann BlitzAlarm Gewitterzellen abbilden und sagen, ob und wann ein Gewitter den Benutzer gefährdet.

Die Handhabung ist selbsterklärend und die Warnungen vor Gewitter haben bei mir bis jetzt zuverlässig funktioniert. Daneben beinhaltet die App auch Tipps, wie man sich bei Gewitter in verschiedenen Situationen verhalten sollte.


WÄRME UND LICHT

Survival Tipps von Michael von Berge in Vorarlberg

Feuer Outdoor

„Man soll das Feuer in der Seele niemals ausgehen lassen, sondern es schüren.“ V. v. Gogh

Keine Angst was jetzt folgt ist kein esoterischer Tipp oder etwas Ähnliches. Aber man kann eine Tour noch so gut geplant haben und doch kann es immer wieder zu unvorhergesehenen Problemen kommen. Daher sollte an für den Fall der Fälle etwas zum „anfeuern“ im Rucksack haben. Ein kleines Feuerzeug, vielleicht etwas Papier und wenn man an die Gaskartusche nicht gedacht hat, dann heißt es eben Holz sammeln. Was vielleicht sogar schöner und romantischer ist. Für den Fall der Fälle packe ich auch immer meinen leichten Biwak ein … man weiß ja nie :). Bei so manchem überraschenden Wetterumschwung war er mir schon sehr nützlich. Und nicht vergessen, wer im Dunkeln unterwegs ist sollte nebst dem kleinen Feuerzeug auch immer eine Stirnlampe im Gepäck haben. Denn Vollmond ist nicht jeden Tag 😉


TRAINING

Survival Tipp von Corinna von Outdoor Mädchen

Survival

Trainiere deine Haxen! Je schneller du bist, desto besser kannst du vor Bären, Gewitter und Wandergruppen abhauen! Denn es gibt doch nichts besseres, als seine Ruhe zu haben :-)


LEATHERMAN SIDEKICK

Survival Tipp von Jörg von Outdoorsüchtig

Leatherman Messer

Als Geocacher schleppe ich natürlich massig sündhaft teure Technik mit mir herum. Wenn es aber hart auf hart kommt, verlasse ich mich auf mein Leatherman Sidekick.

Mit dem Messer erlege ich den stärksten Bären, die zahlreichen Werkzeuge lassen MacGyver vor Neid verblassen. Sollte ich in der Wüste kurz vorm Verdursten sein und eine verschlossene Flasche Bier finden, so könnte ich mit dem Flaschenöffner mühelos an das labende Getränk kommen.

Nein, im Ernst. Das Teil ist total praktisch. Meine Geocaching-Freunde haben es mir zum Geburtstag geschenkt und als besonderes Gimmick noch meinen Geocaching-Nick „JoergTh“ eingravieren lassen. Sollte ich es mal in der Nähe eines Geocaches vergessen oder verlieren, könnten mich andere Geocacher über diesen Nick identifizieren und erreichen.


ACHTUNG BEI KUHHERDEN

Survival Tipp von Mario von Schöne Bergtouren

Vorsicht bei Kuhherden

Bist du in den Bergen unterwegs, solltest du immer Respekt vor den Rindviechern haben. Bullen, Mutterkühe mit Kälbern sind immer mit Vorsicht zugeniessen. Wenn diese dir den Wanderweg versperren, dann mach einen großen Bogen um sie.

Verhalte dich ruhig und mach keinen Lärm oder schnelle Bewegungen. Achte auf Warnsignale wie das Scharren der Hufe oder Brüllen. Die niedlichen Kälber sollten übrigens auch nicht gestreichelt und gefüttert werden.

Wenn du mit dem Hund unterwegs bist, dann leine ihn an. Solltest du allerdings angegriffen werden, so lass um Gottes Willen die Leine los, denn die Rindsviecher rennen der Bedrohung hinter her und das ist meistens der Hund, welcher auch flinker ist, als man selbst.


KAFFEEKANNE

Survival Tipps von Simone von OutZeit Passau

Kaffeekanne Outdoor

Tiere sieht man im Bayerischen Wald auch nicht in Überzahl  – zumindest im Winter. Würde ein Bär vorbeischauen, dann würde ich es ähnlich machen wie bei einem wilden Hund: Leicht in die Knie gehen, damit man auf Augenhöhe ist bzw. beim Bären darauf hoffen kann, übersehen zu werden und langsam, leise wegschleichen. Hmm. Ob das funktioniert? Für eine Wanderung in Rumänien oder so würde ich vielleicht doch noch lieber einen Bärentreffen-Vorbereitungs-Crashkurs belegen.

Vor sonstigen Angriffen schützt natürlich noch die Kaffeekanne, die immer dabei und sehr massiv ist. Vor Erkältungen bin ich mit der „Gipfeljacke“ ausgestattet. Es ist immer noch eine Schicht im Rucksack für die Jause auf dem Berg.


POP-UP-GRILL

Survival Tipp von Mischa von Adios Angst

Outdoor Pop up Grill

Ein Leben draußen ohne meinen kleinen Wundergrill ist nicht mehr vorstellbar. Er ist die eierlegende Wollmilchsau unter den Gebrauchsgegenständen: Super Design, einfache Handhabung, robust und so weit in Einzelteile zerlegbar, dass er sogar in jeden größeren Rucksack oder auf jedes kleinere Pony passt. Mit ihm kannst du wandern gehen, wahlweise Bären jagen, Rehe schießen oder Fische fangen und deine Beute dann abends stilecht auf dem Feuer zubereiten. Niemals mehr mühsam Steine für die Feuerstelle zusammensammeln, kein ins Feuer pusten mit rotem Gesicht, denn der Pop Up hat einen optimalen Durchzug. Wenn das Essen vom Rost ist, lässt sich darin mit wenig Holz noch ein wunderbares, kleines Lagerfeuer zaubern. Outdoor-Romantiker, was willst du mehr?


SCHAFE

Survival Tipp von Kathrin von Fräulein Draußen

Schafe als Wegweiser

Egal ob man sich verlaufen hat oder einfach nur den besten Weg durch den Matsch ohne unangenehme Begegnungen mit Bog Holes sucht: Das Schaf ist ein treuer Freund und Begleiter.

Denn auch Schafe legen täglich einiges an Strecke zurück, um die grünsten und saftigsten Grasbüschel zu finden. Dabei sind Schafe natürlich äußerst klug und kennen zudem Ihr Gebiet ganz genau, weshalb sie sich ihr eigenes kleines Wegenetz erschaffen. Und genau das hat mir schon mehrmals in oben genannten Situationen geholfen (z.B. hier in Schottland). Und jedes Mal wieder, wenn die Schafe der Pfade mich sicher und trockenen Fußes zu meinem Ziel gebracht haben, dachte ich mir: “Ach ihr Schafe, so schön, dass es Euch gibt.”


FLUGZEUGDECKE

Survival Tipp von Gundel von Thoringi

Ich habe immer eine Flugzeugdecke im Rucksack. Die lassen sich super klein zusammenfalten und wiegen quasi nichts. Dafür sind sie aber allround einsetzbar. So nutze ich die Decke bei Pausen als Sitzkissen, wenn mir kalt wird hänge ich sie mir um und sollte man unverhofft beim Wandern Pilze finden, lässt sich die Decke einfach als Tragebeutel umfunktionieren. Die Decken gibt es ja bei jedem längeren Flug kostenlos dazu und sie lassen sich in der Waschmaschine waschen. Für mich ein Allzweck-Gadget.


TRINKWASSER

Survival Tipp von Tobi von Treat of Freedom

Trinkwasser aufbereiten

Insbesondere bei hohen Temperaturen sowie einigen Höhenmetern (plus Gepäck) verbraucht der Körper deutlich mehr Wasser als man es aus dem Alltag kennt. Und wer sich dann noch tiefer in den Wäldern befindet und sich somit weiter von Einkaufsläden und Co. entfernt, wird nicht mal eben neues Trinkwasser nachkaufen können.

Die einfachste und auch effektivste Methode der Trinkwasseraufbereitung ist das Abkochen. Weitere Methoden zur Trinkwasseraufbereitung sind in der Praxis eher selten. Wenn man möchte, packt man sich vor der Reise ein paar Teebeutel ein (klein und wiegen so gut wie nichts) und so hat man nicht nur sein Trinkwasser aufbereitet, sondern gleichzeitig auch noch einen leckeren Tee. Prima für die Abendstunden und bei kälteren Temperaturen.


HUND UND WILDSCHWEIN

Survival Tipp von Nima von Abenteuer Spanien

Hunde

Übe mit deinem Hund, dass er auf Signal bellt und zwar böse! Wenn du auf einer Wanderung auf Wildschweine triffst, kann das Bellen deines Hundes sie in die Flucht schlagen. Dazu braucht es zwei Dinge: Einen Hund, der Spaß hat, solche Dinge auf Signal zu machen und einen Hund, dessen Bellen sich bedrohlich anhört. Am besten ist es, wenn EIN Hund beides kann 😉 Meine Luna, die sonst sehr tief bellt, hat beim Anblick eines Wildschweins auf einmal geklungen, als hätte sie Helium inhaliert und Jule ist in komplettes Schweigen verfallen…

Sollte sich dein Hund entscheiden, beim Anblick eines Wildschweins das Bellen einzustellen – egal, was du ihm als Belohnung in Aussicht stellst – dann hilft noch das: In ruhigen, langsamen Bewegungen den Rückzug antreten und den Schweinchen eine Fluchtmöglichkeit offenlassen.


WEICHES MOOS

Survival Tipp von Florian von Abenteuersüchtig

Nur so viel: Weiches Moos kann im Übrigen sehr gut Klopapier ersetzen. 😉


Vielen lieben Dank an Sven, Gert, Jens, Corinna, Felix, Simone, Florian, Gundel, Tobi, Kathrin, Nima, Jörg, Mario, Jessie, Martin, Michael, Mischa für die tollen und einfallsreichen Survival-Tipps. Jetzt kann eigentlich nichts mehr schief gehen, oder? 😉

Was ist dein ultimativer Survival-Tipp?

Schreib mir unten einen Kommentar! Hast du das mit dem Moos schon mal ausprobiert? (sind ja hier ganz unter uns) 😀